Feueratem und Kapalabathi

Wird oft in einem Atemzug erwähnt, ist aber eine völlig unterschiedliche Atemtechnik/Pranayama.

Hier versuche ich den kleinen Unterschied der Atemtechnik herauszustellen. Die eigentliche Atmung und der Umgang mit der Energie die dabei entsteht ist wesentlich umfangreicher! Und die Ausführung wird hier nur auf das wesentlich zu unterscheidende Atemmuster beschränkt dargestellt.

Wie wir atmen, hat auf einer sehr fundamentalen Ebene mit unserer Lebenskraft und unserem Lebensgefühl zu tun. Deshalb wird das richtige und intensive Atmen so wichtig genommen im Yoga. Viele Menschen spüren die große Veränderung, wenn sie ihren unvollständigen und oberflächlichen Atem korrigieren. Oder wenn sie das sogenannte „paradoxe Atmen“ umstellen: schätzungsweise 40 Prozent aller Menschen zieht (unbewusst) beim Einatmen den Bauch ein und macht damit das eigene Zwerchfell unbeweglich, anstatt den Bauch nach vorne zu drücken und dem Zwerchfell Raum zu lassen zum Einatmen.

Das Schädelleuchten, Kapalabhati, ist eine Reinigungstechnik, die in der Hatha Yoga Pradipika beschrieben wird. Feueratem hingegen ist eine Atemtechnik, um die Kundalini zu erwecken und die Granthis (spirituelle Blockaden) aufzulösen. Sie funktioniert ähnlich wie ein Blasebalg.

Sie wirken beide reinigend auf die Lungen. Massieren Herz, Leber und Magen. Der Sauerstoffgehalt im Blut  wird sehr stark erhöht. Das Blut wird dadurch alkalisch (basisch), was bestimmte Stoffwechselvorgänge stimuliert und entschlackend wirkt. Beide Atemtechniken aktivieren die Energie in die und helfen zu einem klaren Kopf und sind gut um geistige und emotionelle Spannungen zu beseitigen. Sie helfen gegen Müdigkeit und Niedergeschlagenheit und führen zu einer inneren Freude und Kraft.